Der Mann von La Mancha – The Impossible Dream

Vor einigen Tagen habe ich beim Musikhören eine wunderschöne Variante des Lieds „The Impossible Dream„, gesungen von Il Divo gehört. Dabei sind mir einige Gedanken durch den Kopf gegangen, die ich gerne teilen möchte.

Das Musical „Der Mann von La Mancha“ handelt ja von der Figur des Don Quichotte – jener tragikomischen Figur, die Windmühlen für Riesen hielt und sie als „Ritter von der traurigen Gestalt“ zu bekämpfen versuchte.

Bei anderen Alternativen des Lieds stieß ich dann auf auf den am Ende folgenden Ausschnitt aus dem Film. Dabei stellte ich fest, daß hier eigentlich auch viel Weisheit drinnen steckt. Ein hohes Ziel zu haben, das es lohnt, es zu verfolgen, mit jeder Faser des Herzens. Selbst wenn es so hoch ist, daß man es nie erreichen kann. Eine Liebe im Herze zu tragen, die einen leitet und Halt gibt. Und das Erlebnis, daß jemand anders das Lied deines Herzens kennt und es dir vorsingt, wenn du vergessen hast, wie es klingt.

All das sind Punkte, die viele Erfolgstrainer in ihren Vorträgen immer wieder erwähnen. All das erzeugt Gefühle, die viel Glück und Erfüllung beinhalten – auf dem Weg, der ja bekanntlich das eigentliche Ziel im Leben ist.

Auch wenn die Geschichte von Don Quichotte oft als tragisch genannt wird, weil er unfreiwillig auch nicht vorhandenen Vorstellungen nacheifert. Aber er folt stets seinem Lebensziel, er ist authentisch dabei, er ist tapfer und zieht auch Menschen mit sich – zumindest seinen Freund und Knappen Sancho Pansa. Im Filmausschnitt sieht man auch im zweiten Teil, wie er knapp vor seim Tod durch Dulcinea an sein Ziel und seinen Lebensinhalt erinnert wird. Und er stirbt, aber ich glaube in Glück und Erfüllung. Zumindest hat der Schauspieler ein Lächeln auf den Lippen.

Es hat mich daran erinnert, daß ich „am Ende des letzten Jahrtausends“ einem Traum gefolgt bin, der offenbar bisher zu groß für mich war. Aber er zieht mich immer noch in seinen Bann. Er entfacht ein Feuer in mir, mit dem ich immer noch – oder wieder? – in der Lage bin, andere Menschen anzustecken und ebenfalls dafür zu begeistern. Und die tragische, aber offenbar ausnehmend weise Figur des Don Quichotte hat mich erinnert, daß es richtig ist, an seine Träume zu glauben.

Es wird immer Menschen geben, die deine Träume für lächerlich halten, die dich als Fantasten bezeichnen und dir versuchen klar zu machen, daß du sie gar nicht erreichen kannst. Nunmehr 20 Jahre nach der ersten Beschäftigung mit dem Thema Träume und (Lebens-)ziele kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, daß es schmerzt. Daß es aber auch härtet und einen bereit macht, die Erfüllung der Träume überhaupt erst zu empfangen. Ich zumindest habe dadurch in meinem Leben viele Träume verwirklicht und in meinem Leben integrieren können. Ich habe eigene Firmen aufgebaut, ich habe anderen Menschen geholfen, über ihre selbst gesetzten Grenzen hinaus zu wachsen. Und ich habe meine Lebensliebe gefunden. Daß ich dabei auch viele wunderschöne und erfüllende Orte dabei sehen und erleben durfte, ist da nur ein kleiner Teil davon.

All das hätte in meiner Persönlichkeit von damals keinen Platz gehabt. Daher ist es meiner Ansicht nach auch wichtig, nie dabei zu vergessen, an sich selbst und an seinen Träumen und Zielen weiter zu arbeiten. So wie Don Quichotte ja nie gestoppt hat, die Feinde und das Böse in der Welt zu bekämpfen. Lasst uns in diesem Sinne alle ein wenig mehr zu „Menschen von La Mancha“ werden!

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