Wärme

Langsam füllt sich die neue Homepage mit den alten Geschichten und Gedichten – eine nach der anderen hole ich hierher. Dabei lese ich immer wieder die Gedanken der Vergangenheit, mit denen ich mich zum Teil auch heute noch identifiziere.

Irgendwie fühle ich mich gerade wieder ein wenig wie ein Nachtschwärmer – mit dem Licht der Monitore, dem Klappern der Tastatur – und den Gedanken an die Wärme des Sommers. Viele Jahre darf ich jetzt schon die Wärme einer liebenden Person spüren – so daß die äußere Kälte nur mehr selten ins Innere geraten kann. Und ich merke, wie dankbar ich dafür bin, denn gerade nach dem heutigen, sehr herausfordernden Tag fühle ich sie als Halt an meiner Seite.

Dankbar bin ich aber auch für die vielen Bücher, die ich lesen durfte – zum besseren Umgang mit mir selbst, zum Verstehen und Akzeptieren von anderen in ihrem Anderssein. Und dankbar bin ich für die wunderbare Familie, die Kinder meiner schöneren Hälfte, die Enkelkinder, die mein Leben so ungemein bereichern.

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben, weil mein Leben so erfüllt war – und ist – von Liebe, von Zeit mit meiner Familie, aber auch vom Kampf im Leben, mit mir selbst und mit schwarzen Gedanken und Gefühlen in mir. Daß ich jetzt wieder das Bedürfnis verspüre, etwas aufzuschreiben, hängt auch damit ein wenig zusammen. Aber ich möchte Mut geben – möchte nicht die Herausforderungen beleuchten, sondern die Schritte zu Lösungen. Denn es gibt immer einen Weg, so hart das Leben auch manchmal scheint. Das hat sich mir heute wieder gezeigt – bei mir war es die Familie, die mir in sehr schweren Stunden heute Halt und Kraft gegeben hat. Und es war die Erinnerung an die Sonne in mir, das Leuchten, das nur ich wirklich herausholen und mich wärmen lassen kann.

Dafür bin ich dankbar, daß ich lernen durfte, auch die schweren Seiten im Leben zu tragen. Nicht mehr einzuknicken und Opfer zu sein – sondern Regisseur und Schriftsteller meines Daseins in einer Person zu vereinen. Vielleicht kann ich dir auch ein wenig Kraft geben, wenn du mich fragst? Ein wenig Wärme für dein Herz und dein Sein? Ich wünsche es dir, auch wenn es vielleicht nicht ich bin, aber daß du sie findest, die Wärme, die das Leben angenehm und freudig macht.

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